Schreibnatur

Schreibend in der Natur Selbstheilung erfahren

  • Sonnenstrahl

    Funkeln im Schein der Sonne erfüllt mein Herz.

    Des Wassers Rauschen dringt zu mir empor.

    Sehnsucht trägt mich fort von Kummer und Schmerz.

    Hoffnung tritt aus Trieben hervor.

  • Wildwuchs

    Wild wachsend säumen sie das Ufer.

    Saftig glänzend schimmern sie im Grün.

    Zirpend die Amsel ihr Lied erklingen lässt in den rauschenden Weiten der Flussauen.

  • Nachtstille

    Düsternis breitet sich aus wie ein Tintenfleck. Nachtschwarz erstarrt sie im Glanze der Wolken. Ein stummer Schrei durchbricht die Stille.

  • Zuversicht

    Blüte des Frühlings,

    Kraft der Hoffnung,

    Glauben an Gemeinschaft.

    Zuversicht sät keine blinde Naivität,

    sondern Stärke inmitten der Stürme.

  • Neubeginn

    Pulsiert hektisch.

    Berstend.

    Rot.

    Zerspringt in tausend Teile.

    Stillstand.

    Tod.

    Doch die Natur lebt weiter,

    Frühling kehrt zurück.

    Mitsamt seinem Glück.

  • Frühlingsgefühle

    Es schießt heraus.

    Grün.

    Saftig.

    Schön.

    Es giert nach Sonne.

    Strahlkraft.

    Wärme.

    Leben.

    Es drängt empor.

    Schwankend.

    Fest.

    Stark.

    Erst fragil,

    doch dann autark.

  • Schmelzwasser

    Adrenalin

    schießt

    hoch.

    Blicke auf mir.

    Stechen wie Dolche.

    Warmherzig,

    doch gefühlt wie eisige Blitze.

    Mir wird kalt und heiß zugleich.

    Wie soll ich mich entscheiden?

    Doch der Nebel löst sich auf.

    Fühle den Schmerz von mir gleiten.

    Eis schmilzt, rinnt in Bächen

    an mir herab.

    Ich blicke in Lächeln.

    Applaus.

    Will ich nicht.

    Doch ich verliere nicht

    mein Gesicht.

  • Traumwelt

    Lieblich liegt die Landschaft da.

    Ist’s ein Traum oder ist es wahr?

    Durchzuckt es mich,

    frag ich mich.

    Ist die Welt so wie sie mir gefällt?

    Täuschend echt kann sie verzücken.

    Doch auch unseren Kopf verrücken.

    Idylle trifft auf Blitzkrieg.

    Die Natur kann grausam sein,

    die der Menschen obendrein.

    Die Welt kann leuchtend, lustig sein.

    Aber auch ganz oft zum Weinen.

  • Winterkleid

    Des Winters weißes Kleid

    erhellt die Dunkelheit der Nacht.

    Wie Zuckerguss ganz weit

    bedeckt es Hügel sacht.

    Es strahlt so hell,

    es glänzt ganz zart.

    Doch schmilzt es leider schnell

    und wird auch manchmal hart.

    Es tanzen Flocken rundherum,

    wie Puderzucker staubt es nun.

    Die Nacht, sie steht ganz stumm.

    Der Mond, er schweiget krumm.

  • Frühlingsmaler

    Kleckse in Grün und Blau,

    gepinselt vom Maler der Freude.

    Leichtendes Gelb statt Grau

    lässt strahlen alte Gebäude.

    Es tönt ein leises Summen,

    im Totholz gar lautes Brummen.

    Amseln seh ich nicht ruh’n,

    ständig gibt’s was zu tun.

    Zum Frühling ist’s nicht weit.

    Die Natur ist schon bereit.